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Virus auf PC entfernen – Anleitung auch für Laien

Virus auf PC entfernen - Anleitung auch für Laien

Manchmal ist der Wurm einfach drin. Ein Virus auf dem Computer ist ärgerlich, oft vermeidbar, aber in den meisten Fällen lösbar. Wichtig ist jetzt: Ruhe bewahren, nichts ignorieren und sich nicht auf nur einen einzigen Virenscanner verlassen.

Atmen Sie kurz durch.

Aktualisieren Sie zuerst Windows Defender und laden Sie die benötigten Scanner herunter (Avira, Bitdefender, Malwarebytes). Trennen Sie danach den PC vom Internet (WLAN aus, LAN-Kabel ab).
Gehen Sie dann Schritt für Schritt vor.

Windows Defender nutzen


Starten Sie den Windows Defender. Das ist der eingebaute Basisschutz aktueller Windows-Versionen.
Führen Sie zuerst einen Schnellscan durch, danach einen vollständigen Scan. Notieren Sie, was gemeldet und ggf. entfernt wird.

Zweiten Scanner einsetzen


Führen Sie anschließend einen weiteren Scan mit Avira oder Bitdefender durch. Beide bieten gute Erkennungsraten und eignen sich als „zweite Instanz”. Achten Sie darauf, die kostenlose Version bzw. den On-Demand-Scan zu nutzen.

Microsoft-Scanner nutzen


Starten Sie nun den Microsoft Safety Scanner (MSERT.exe). Das ist ein separates Tool von Microsoft für manuelle Prüfungen. Optional: Nutzen Sie das „Windows-Tool zum Entfernen bösartiger Software“ (MSRT), falls es auf Ihrem System verfügbar ist.

Malware-Spezialisten laufen lassen


Als Nächstes: Malwarebytes. Das Programm gilt als zuverlässig gegen viele Malware-Varianten und Exploits. Danach AdwCleaner. Dieses Tool ist auf Adware, Browser-Hijacker und Toolbars spezialisiert und arbeitet schnell und zielgerichtet.

Ganz genau auf Viren prüfen? Geht auch.


Wer wirklich kein Risiko eingehen will, kann zusätzlich HitmanPro einsetzen. Der cloud-basierte Scanner findet gelegentlich Malware, die andere Tools übersehen. Beachten Sie: HitmanPro ist in der Regel nur als Testversion kostenlos. Bei Verdacht auf Rootkits oder besonders hartnäckige Schadsoftware kann ein spezielles Removal-Tool sinnvoll sein (z. B. aus dem Kaspersky-Umfeld).
 In solchen Fällen ist strukturiertes Vorgehen wichtiger als das blinde Ausführen vieler Scanner.

Virenscanner sind nur ein Teil der Lösung


Die genannten Tools sind nur ein Baustein. Mindestens genauso wichtig sind:

  • Regelmäßige Windows- und Software-Updates
  • Starke Passwörter
  • Nutzung einer Passwort-Verwaltungssoftware
  • Verlässliche Backups (und testen, ob sie sich wiederherstellen lassen)

Darüber hinaus gilt: E-Mail ist einer der häufigsten Infektionswege. 
Klicken Sie keine Links an und öffnen Sie keine Anhänge, wenn Ursprung oder Zweck unklar sind. Im geschäftlichen Umfeld kann zusätzlich ein professioneller Spamfilter sinnvoll sein. So bleiben Sie nicht nur kurzfristig sauber, sondern senken das Risiko für den nächsten Befall deutlich.

Außerdem gilt natürlich: Passwörter ändern. Gerade nach einem Virenbefall ist dies unabdingbar. Zu guter Letzt noch ein weiterer Tipp. Die Verbraucherzentrale bietet einen gut verständlichen, sehr genauen Leitfaden zum Thema. Dieser ist kostenlos und ohne Registrierung abrufbar. Der Leitfaden enthält eine Vielzahl von wirklich guten Handlungsempfehlungen.

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