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Was macht eigentlich… ?

[Kommentar/Meinung] Eine nicht wegzudenkende Kategorie in jedem Klatschmagazin – ein wenig unterhaltsam, ein wenig befriedigend. Kann man doch schließlich noch einmal auf jene zurückblicken die man früher stets ein wenig bewundert, nun endlich aber überdauert hat.

Stellen wir uns also einmal die durchaus berechtigte Frage: Was macht eigentlich der stationäre Handel?
Nun, der stationäre Handel klagt. Soweit nichts neues. Die Innenstädte sind nicht mehr attraktiv, die Großen machen das Geschäft kaputt, die Mieten sind zu teuer und dann das Personal. Wer soll das alles zahlen? Wie sagt man so schön – Klappern gehört zum Handwerk, man hat sich also an die Klagen des Präsenzhandels gewöhnt.

Aber Obacht, der stationäre Handel weiß nun den Verursacher genau zu adressieren: Schuld an Kundenschwund und leeren Innenstädten ist (neben Corona) der Onlinehandel. Gegenüber dem Handelsblatt forderte dann auch „folgerichtig“ der Drogerieriese Raoul Rossmann Hürden für den Onlinehandel. Ganz nach dem Motto drastische Situationen erfordern drastisches Handeln, regt Rosmmann an, dass zusätzlich zu den aktuellen Hilfen für den Handel auch gleichzeitig der Onlinehandel gebremst werden soll. Staatlich gelenkt freilich durch eine Art Onlinesteuer.

Vielleicht eine höhere Mehrwertsteuer auf online verkaufte Waren oder aber doch wenigstens eine Paketsteuer. Beides dann aber bitteschön so hoch, dass der Einkauf im Laden um die Ecke wieder attraktiv und der stationäre Handel wieder wettbewerbsfähig werde. Schließlich – so selbstkritisch ist er dann doch – gingen die aktuellen Hilfen für den stationären Einzelhandel ja zu Lasten des Steuerzahlers. Er fände es also fairer, wenn diejenigen mit dem besseren Geschäftsmodell diejenigen stützen, deren Geschäftsmodell sich überlebt hat.

Spannend ist hierbei, dass Herr Rossmann sich durchaus bewusst ist, dass diese neuen Hürden dem stationären Handel zwar nicht dauerhaft helfen könne, jedoch dem Einzelhandel die nötige Zeit verschaffen könne, sich an die veränderten Bedingungen anzupassen. In diesem Zusammenhang hatte einst das Wort „Neuland“ die Runde gemacht. Digitalisierung ja gerne, aber bitte erst später?

Zugegeben, als Webhosting Anbieter haben wir vielleicht eine wenig nostalgische Sicht auf den stationären Handel, aber der Ruf nach einer staatlich gelenkten „Bestrafung“ für all jene die früh genug die Zeichen der Zeit erkannt und ihr Geschäftsmodell angepasst und erweitert haben, klingt mehr nach kommunistischer Umverteilung als nach Marktwirtschaft.

Vielleicht wird auch eine Zeit anbrechen, in der nicht jede Innenstadt identisch aussieht und von Ladenketten beherrscht wird. Vielleicht sollen genau die die Städte prägen, die mit einem gut funktionierenden Multichannel Marketing Konzept in die Läden einziehen und den Städten ein Stück Individualität zurückgeben. Der Metzger zum Beispiel, der sein ökologisch korrektes Fleisch online international verkauft und sich dadurch auch seine Filiale in der Innenstadt für Liebhaber guten Geschmacks vor Ort leisten kann.

Oder die Meisterweberin, die attraktive Einzelstücke nicht nur lokal an ein Publikum verkaufen kann, welches sich diese individuellen Arbeiten leistet, sondern die ebenfalls durch internationale Nachfragebefriedigung ihr erträgliches Auskommen hat. Die Digitalisierung bleibt spannend. Fest steht aber, dass der Ruf nach Strafen für Onlinehändler sie nicht stoppen wird.

Autor: M. Picard, ESTUGO Webhosting

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