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Nutzer von Fotolia-Bildern sind derzeit abmahngefährdet

Abmahnungen gehören zum täglichen Geschäft eines Online-Händlers. Die Gründe für ein solches Scheiben sind vielfältig. Vorwiegend werden Verstöße gegen das Wettbewerbsrecht gerügt, immer mehr kommt es jedoch auch zu Abmahnungen wegen der Verletzung von Urheberrechten. Aktuell sind Nutzer der Bilddatenbank „Fotolia“ betroffen.

Wer Bilder der Stockagentur „Fotolia“ nutzen will, muss sich an deren Nutzungsbedingungen halten. So muss etwa für jedes genutzte Bild eine Quellenangabe in folgender Form erfolgen: „© [Name oder Alias des Fotografen] – Fotolia.com“. Dieser Urhebernachweis muss entweder in das Impressum des Webseitenbetreibers oder einen dezidierten Bildnachweis aufgenommen oder aber am genutzten Foto selbst platziert werden. Obwohl sie sich an diese Vorgaben gehalten haben, werden aktuell Fotolia-Nutzer abgemahnt, die den Urheber –ausschließlich – in ihrem Impressum nennen.

Hinweis im Impressum allein genügt nicht
Der abmahnende Fotograf, der seine Bilder über Fotolia anbietet, fordert die Betroffenen zur Unterlassung und zur Zahlung von über 1.000,- EUR Schadenersatz auf. Er ist der Ansicht, dass ein Quellenachweis lediglich im Impressum nicht gewährleistet, dass die Fotos ihrem Urheber eindeutig zugeordnet werden können. Daher muss die Urhebernennung am Bild selbst erfolgen. Das Verhalten der Abgemahnten, die das nicht umsetzen, sei folglich urheberrechtswidrig und soll abgestellt werden.

Abmahnung erhalten! Und nun?
Für die Betroffenen – aber auch alle anderen Fotolia-Nutzer – ergibt sich die Frage, wie sie sich nun verhalten sollen. Die Vorgaben, die die Stockagentur ihren Nutzern vorschreibt, haben sie umgesetzt. Ein Verstoß gegen ihre diesbezüglichen vertraglichen Pflichten liegt also nicht vor. Fraglich ist dann, ob die Regelungen in den Nutzungsbedingungen auch dem deutschen Urheberrecht entsprechen und welche Konsequenzen es hätte, sollte das nicht der Fall sein.

Das Werk muss seinem Urheber zugeschrieben werden können
Nach dem Urheberrecht kann der Schöpfer des Werkes (z.B. der Fotograf) selbst entscheiden, ob und wie die Anerkennung seiner Urheberschaft erfolgen soll. Da die Fotografen, die ihre Werke über Fotolia anbieten, die Nutzungsbedingungen der Bilddatenbank kennen oder zumindest kennen sollten, könnte man annehmen, sie sind mit einem Urhebernachweis innerhalb des Impressums des Bildnutzers einverstanden. Auf der anderen Seite soll durch die Urheberkennzeichnung gewährleistet werden, dass das Bild dem Fotografen auch zugeschrieben werden kann. Je umfangreicher das Quellenverzeichnis im Impressum ist, desto schwieriger dürfte eine Zuordnung werden.

Wie soll ich auf die Abmahnung reagieren?
Ob der Fotograf tatsächlich in seinen Urheberrechten verletzt wurde, weil die Urheberkennzeichnung nicht an dem Bild selbst erfolgt ist, kann nur ein Gericht klären. Bis es zu einem entsprechenden Urteil kommt, gibt es verschiedene Wege, mit der Abmahnung umzugehen. Sie komplett zu ignorieren ist einer davon, wohl aber nicht der Beste. Ebenso der, die Bedingungen des Abmahnschreibens einfach zu akzeptieren. Immerhin geht es um eine Menge Geld und um eine vertragliche Verpflichtung, das (vermeintliche) Fehlverhalten auch in Zukunft zu unterlassen.

Unterlassungserklärung wirkt auch dann, wenn kein Verstoß vorliegt
Wer nämlich eine entsprechende Unterlassungserklärung abgibt, verpflichtet sich, einen Urhebernachweis auch dann nicht mehr ausschließlich im Impressum aufzunehmen, wenn diese Vorgehensweise zulässig wäre. Begeht derjenige, der ein Unterlassen versprochen hat, diesen „Fehler“ dann erneut, löst er die vereinbarte Vertragsstrafe aus und wird noch einmal einen hohen Geldbetrag los. Und das obwohl er „objektiv“ nichts falsch gemacht hat. Am sinnvollsten dürfte es daher sein, einen eigenen Rechtsbeistand zu beauftragen und zu versuchen, den Streit außergerichtlich zu klären.

„Notfallplan“
Bis es zu einem klärenden Urteil gekommen ist, kann Fotolia-Nutzern nur geraten werden, den Urhebernachweis direkt am verwendeten Bild zu platzieren, um Abmahnungen zu vermeiden.

Über den Autor
Die Protected Shops GmbH bietet einen Service zur fragebogengestützten und individuellen Erstellung von AGB, Widerrufsbelehrung, Impressum, Datenschutzerklärung und ggf. von anderen Dokumenten an und aktualisiert diese Dokumente bei Änderung der rechtlichen Lage. Die Änderungen, die nach Urteilen oder Gesetzesänderungen regelmäßig notwendig werden, sorgen dafür, dass man immer auf dem neuesten Stand ist und man keine Angriffsfläche für Abmahnung bietet.

Sie haben eine Abmahnung erhalten? Kein Problem wir können helfen. Schreiben Sie uns einfach eine Mail an info@protectedshops.de oder informieren Sie sich unter www.protectedshops.de.

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